BAUGELD UND ZINSEN

In den vergangenen Tagen denke ich oft an die Frage einer Studie, was im Leben am wichtigsten sei: Gesundheit, ein schönes Zuhause und Sicherheit im Alter. Dieser Dreiklang ist aktuell präsenter denn je zuvor. Für die Gesundheit aller heißt es Zusammenhalten. #WirBleibenZuhause.

Auch während der derzeitigen widrigen Umstände sind wir weiterhin da, beobachten achtsam die Märkte - seien es die Börsen oder der Weg ins eigene Zuhause - von zu Hause.

Wir beraten umfassend telefonisch und gegebenenfalls mit Online-Unterstützung. Sicherheit in Zukunft – das ist ein realistischer Wunsch. Mit Besonnenheit wird uns alles gelingen.

Vorerst stehen wir vielen Unsicherheiten gegenüber - auf die Baufinanzierung bezogen bedeutet das, dass Schwankungen bei den Zinsen zugenommen haben - und zuletzt ein Anstieg zu verzeichnen war. Die Volatilität wird uns, das zeigt auch unsere aktuelle Expertenumfrage, wohl auch kurzfristig begleiten - auf Jahressicht sehen aber viele weiterhin ein insgesamt günstiges Zinsniveau, einige halten Steigerungen für möglich. Wir raten derzeit zur Besonnenheit bei Investitionsentscheidungen. Je extremer kurz- und mittelfristige Schwankungen an den Märkten sind, desto bedeutungsvoller wird der langfristige Blick.

Zins- und Marktumfeld

Wegen der deutlichen Kursstürze an den Börsen und der Unsicherheit haben Investoren Anfang März verstärkt sichere Anleihen gesucht. Die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen, die als Wegweiser für die Entwicklung der Bauzinsen gelten, sanken daher zwischenzeitlich auf ein Rekordtief, weshalb die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen auf ein Allzeittief gefallen waren. Dann ist die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe jedoch wieder gestiegen, auch wegen der erwarteten Kosten für die Hilfsprogramme des Staates. Der Bund hat ein historisches Rettungspaket verabschiedet, das unter anderem Zuschüsse für kleine Firmen und Selbstständige umfasst. Für Mieter wurde beschlossen, dass Vermieter ihnen zunächst nicht mehr kündigen dürfen, wenn sie wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Auch Schuldner können Raten stunden lassen - und wir sehen, dass Banken derzeit oft kulant reagieren.

Die Hilfsprogramme und zu erwartede Kosten haben aber eben auch dazu geführt, dass die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihe wieder angestiegen sind, zwischenzeitlich auf nur minus 0,20 Prozent. Das hat die Konditionen für Immobiliendarlehen nach oben bewegt. Sie legten in den vergangenen vier Wochen unter Schwankungen leicht um 0,1 bis zu 0,3 Prozentpunkte zu und liegen derzeit bei rund 0,8 Prozent für zehnjährige Darlehen. Allerdings: Die Rendite der Bundesanleihe liegt nun wieder auf rund minus 0,5 Prozent - das zeigt die gegenwärtige Schwankungsbreite.

Von Seiten der Notenbanken gehen die Signale momentan auch eher gegen einen nachhaltigen und deutlichen Trend zur Zinserhöhung: Sowohl die Europäische Zentralbank EZB als auch die amerikanische Notenbank Fed hatten Mitte März bereits die Geldpolitik nochmals deutlich gelockert und rhetorisch die Tür für weitere Maßnahmen geöffnet.

Die Betrachtungen zeigen, dass gegenteilige Impulse derzeit auf die Bauzinsen wirken, sodass Schwankungen wahrscheinlich bleiben.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Weitgehend einig sind sich die Befragten derzeit, dass zum Teil gegenteilige Effekte wirken. Das ruft Volatilität hervor. Viele erwarten, dass das Zinsniveau auf Jahressicht voraussichtlich vergleichsweise günstig bleiben und zumindest nicht stark ansteigen wird. Einige erwarten (leichte) Steigerungen.

Ljubo Brekalo Finanzberatung
Am Wasserbogen 43
82166 Gräfelfing
+49.89.8987.8980

lb@lb-finanz.de