BAUGELD UND ZINSEN

Zins- und Marktumfeld

In den vergangenen Wochen ist vermehrt über Inflation gesprochen worden. Tatsächlich hat die Teuerung unter anderem durch steigende Ölpreise, CO2-Zertifikate und die anziehende Konjunktur zugenommen. Sie ist zwar noch ein Stück entfernt vom Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB), das bei rund zwei Prozent liegt – aber dennoch befindet sich die Höhe der Geldentwertung nach den deflationären Tendenzen im letzten Jahr heute näher an der Wunschmarke der Notenbanker. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hält in diesem Jahr sogar einen Inflationsanstieg auf drei Prozent für denkbar.

Eine wesentliche Rolle wird dabei die Frage spielen, wie die Covid-19-Pandemie eingedämmt wird. Auch wenn Deutschland beim Impfen vielen Ländern hinterherhinkt und die aktuelle Politik vor allem auf Lockdowns und ein gedrosseltes Gesellschaftsleben setzt, hält sich die Wirtschaft erstaunlich robust. Der ifo-Geschäftsklima-Index, der monatlich die Zuversicht der deutschen Wirtschaft misst, hat im März sogar deutlich zugelegt. In den USA, wo die Impfkampagne bereits reibungslos läuft und ebenso beispiellose fiskalpolitische Hilfspakete geschnürt wurden, halten Experten für dieses Jahr bereits ein Wirtschaftswachstum von über 6 Prozent für möglich. Obwohl Experten für 2021 weltweit ein kräftiges Wirtschaftswachstum prognostizieren, sprechen die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) und der amerikanischen Notenbank Fed weiterhin eine deutliche Sprache: Die Geldpolitik wird so lange sehr locker bleiben, bis der Aufschwung nachhaltig ist.

Angesichts aufkeimender Hoffnungen war die Rendite für die zehnjährige deutsche Bundesanleihe gestiegen und liegt Ende März bei rund minus 0,3 Prozent. Die Bauzinsen haben den Renditeanstieg im Februar und März nachgezeichnet und sich entsprechend leicht verteuert.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Ausgehend vom konjunkturpolitischen Ausblick erwarten die meisten Experten auf Halbjahres- und Jahressicht steigende Zinsen. Kurzfristig erwartet die Mehrheit eher ein gleichbleibendes Zinsniveau.

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